Der Weg zum Segelfliegerschein

Wir bieten eine fundierte Ausbildung durch die Fluglehrer unseres Vereins und zwar

  • zum Segelflugzeugpiloten (Flugzeugschlepp, Hilfsmotor- und Windenstart)
  • zum Piloten für Motorsegler (TMG)

Voraussetzung für den Start der Ausbildung ist die Mitgliedschaft in unserem Verein. Die fliegerärztliche Untersuchung soll zweckmäßigerweise vor Ausbildungsbeginn durchgeführt werden, jedoch spätestens vor dem ersten Alleinflug. Am Anfang der praktischen Ausbildung steht ein kurzer Orientierungsflug mit Fluglehrer in einem zweisitzigen Motorsegler um den Flugplatzbereich auch von oben kennenzulernen.
Dazu ein kurzes Video

Begonnen wird die Ausbildung im Allgemeinen mit Windenstarts oder im Flugzeugschlepp in zweisitzigen Segelflugzeugen am Doppelsteuer, diese ermöglichen eine günstige und sichere Ausbildung im Anfangsstadium. Es sollen dabei die grundlegenden Kenntnisse für die Führung eines Flugzeugs erlernt werden.

Ausbildung Winde ASK13

In weiterer Folge werden die Gundkenntnisse vertieft und es werden vor allem Starts und Landungen geübt. Bei den Schulflügen kommen auch Motorsegler zum Einsatz. Es wird das Verhalten in Notfällen geübt und in Fortschrittsüberprüfungen das gelernte auch überprüft.

Ausbildung F- Schlepp ASK13

Ca. 40 bis 100 Starts absolvierst Du gemeinsam mit dem  Fluglehrer, wobei Du immer mehr die Steuerung des Flugzeugs selbst übernehmen wirst. Während der letzten Flüge am Doppelsteuer erfolgt noch eine Einweisung in besondere Flugzustände und die Gefahreneinweisung. Wenn sich der Ausbildungsleiter von deinem fliegerischen Können überzeugt hat, folgt der Höhepunkt jeder fliegerischen Ausbildung, der erste Alleinflug.

Unsere Fluglehrer arbeiten alle ehrenamtlich, daher ist eine günstige Ausbildung möglich, jedoch ist ein etwas höherer Zeitaufwand als in einer gewerblichen Flugschule anzusetzen. Der große Vorteil ist, Du wirst vom ersten Tag an ins Vereinsleben und in den Flugbetrieb integriert. Segelflugsport wie wir ihn betreiben ist ein Teamsport, es ist immer einiges an Arbeit am Boden nötig, wenn andere fliegen.

Selbstverständlich ist daher auch die Mitarbeit im Verein im Ausmaß von mind. 50 h/ Jahr, darüber hinaus die Mithilfe beim Aus- und Einräumen des Hangars, Reinigung der benutzen Flugzeuge und andere Tätigkeiten die zum täglichen Flugbetrieb oder zum Betrieb der Infrastruktur  nötig sind, sowie später Startleiterdienste.

Ein anderes Kriterium, das etwas Geduld abverlangen kann, ist das Wetter, denn nur bei ausreichenden Sichtverhältnissen und nicht zu starken Winden kann die Schulung durchgeführt werden, außerdem sollte es Niederschlagsfrei sein.

Die theoretische Ausbildung erfolgt nach Absprache, vor allem in den Wintermonaten, im clubeigenen Schulungsraum. Sie umfasst folgende Gegenstände

  • Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse
  • Meteorologie
  • Navigation
  • Flugleistung und Flugplanung
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Flugbetriebliche Verfahren
  • Luftrecht

Ein Teil der Kenntnisse kann dabei auch im Selbststudium erworben werden.

Die praktische Ausbildung beinhaltet mindestens 15 Flugstunden, davon mindestens 10 mit Lehrer. Der Abschluss der Ausbildung ist ein Überlandflug entweder mindestens 50 km Allein an Bord oder mindestens 100 km mit Fluglehrer.

Die theoretische Prüfung kann in Linz abgelegt werden. Die praktische Prüfung wird von einem Prüfer am Flugplatz Eferding abgenommen

Nach erfolgreicher Absolvierung beider Prüfungen wird vom Österreichischen Aero-Club die begehrte SPL (Sailplane Pilot Licence) ausgestellt.

Dann fängt die Fliegerei erst so richtig an

  • Fliegen zum Spaß in der näheren und weiteren Umgebung des Platzes
  • Streckensegelflug, ein paar hundert Kilometer an einem Tag
  • Touring Motorglider (TMG), Zusatzausbildung um mit dem Motorsegler weiter entfernt liegende Ziele im Motorflug zu erreichen.